November-Blues?

Posted: 22/11/2011 in Gedankensplitter

Schon interessant wie schnell so ein Jahr vergeht. Liegt es an diesem Monat das mir nach einem Jahr mein Blog wieder eingefallen ist? Das ich dachte, dass ich doch wieder ewig nichts dafür getan habe. 

Was mir gerade auffällt, beim lesen meiner lezten Beiträge, ist die Tatsache das meine Dozenten Recht hatten! Es ist echt ein tolles Gefühl hier auf dieser Plattform meine „alten“ Beiträge zu lesen, mir wieder bewusst zu machen mit welchen Dingen ich mich vor 2 Jahren beschäftigt habe und es mit dem zu vergleichen was mich jetzt umtreibt.

Also vielleicht ist diese Form ja doch eine spannende Art seine (Lern-) und/oder Lebensphasen zu betrachten. Da die Tage wieder kürzer sind und die Abende immer viel zu schnell anbrechen werde ich einfach mal versuchen diesen Blog wieder zum Leben zu bringen.

Ich bin gespannt!

ePortfolio

Posted: 22/11/2010 in Gedankensplitter

WARUNG: Dies ist ein sehr subjektiver Artikel der schon lange in meinem Entwürfen lag und nun endlich veröffentlich werden will.

Ein Beispiel aus der Lehre und dem Einsatz von eLearning-Elementen wäre ein Seminar mit einem begleitenden ePortfolio in Form eines Weblogs.

Der Begriff Portfolio (lat. portare „tragen“ und folium „Blatt“), selten Portefeuille, bezeichnet eine Sammlung von Objekten eines bestimmten Typs. Aus der Schulzeit ist mir das im Grunde bekannt, man hat alle Arbeitsblätter und die eigenen Notizen in einer Mappe gesammelt. Auch die Hausaufgaben wurden dort hineingetan. Ganz früher haben wir auch zu bestimmten Büchern so genannte Lesetagebücher erstellt. Wir haben also, während ein Buch gelesen und im Unterricht behandelt wurde, dort Zusammenfassungen geschrieben, Bilder gemalt oder Fotos eingeklebt. Also so gesagt haben wir damals schon ein Portfolio geführt. Dieses mussten wir nach Beendigung dem Lehrer abgeben und bekamen eine Note dafür.  Dies empfand ich immer als besonders lästig, denn es war, meiner Meinung nach sehr unfair. Da die genauen Anforderungen selten offen waren, hatte man häufig das Gefühl, dass nach „Schönheit und Ästhetik“ benotet wurde. Nur weil Lisa Müller besser zeichnen konnte, bekam sie immer die bessere Note. Und hier sind wir quasi wieder bei dem Problem, welches sowohl auf der Campus Innovation 2009 als auch auf dem EduCamp 2010 in Hamburg zur Sprache kam. Beim EduCamp wurde das Ganze als „ePortfolio Paradoxon“ bezeichnet. Beide Diskussionen behandelten den Einsatz von ePortfolios in der Lehre und wie genau man damit umgeht bzw. umgehen kann. Kann man so etwas verpflichtend von Studierenden erwarten? Auf welche Probleme und Wiederstände stößt man dabei?

An einem persönlichen Beispiel kann ich die Sicht einer einzelnen Studierenden und ihrem subjektivem Blick auf dieses Paradoxon aufzeigen.

Vor gut zwei Jahren habe ich ein Seminar besucht, in welchem das Führen eines ePortfolios obligatorisch war. Wir lernten mehrere Arten kennen (Wiki, Bolgs, StudiLog). Die meisten entschieden sich wegen seiner Einfachheit für einen Blog. Die Einrichtung ging recht schnell und war (fast) immer selbsterklärend. Und wenn wir doch mal Hilfe brauchten, wurden wir von einem Tutor unterstützt. 

Nun wurde das erste Problem klar:

Was schreibe ich in meinen Blog? Mir hatte man erklärt, dass dies ein studienbegleitendes Werkzeug sein sollte und ich dort meinen Lehrfortschritt reflektieren solle. Nur wie genau macht man dies? Die Lesetagebücher, die ich bisher aus meiner Schulzeit kannte, hatten immer mit gestellten Aufgaben zu tun. Ich wusste also genau, was ich reinschreiben sollte.

Nun saß ich also vor meinem leeren Blog und schaute immer wieder auf die Willkommensnachricht von WordPress. Die ersten Artikel drehten sich immer wieder um die Frage, was ich bloß schreiben soll. Nach ein paar Wochen gab ich das Ganze auf.

Ein Jahr später besuchte ich wieder zwei Seminare, in denen das Schreiben eines Blogs zur Seminarbeschreibung gehörte. Und wieder war für mich die Frage, was schreibe ich bloß?

Wir machten einen spannenden Einstieg, indem wir einfach einen Essay zu unserem Seminarthema schreiben sollten. So war zumindest der erste Artikel online und man konnte erleben, wie es ist etwas zu veröffentlichen. Es wurde uns frei gestellt, ob wir das Ganze auch Passwort geschützt einstellen wollten.

Die ersten Zweifel kamen. Wer interessiert sich wirklich für das, was ich da schreibe, ich bin Studentin und keine Wissenschaftlerin was, kann ich da schon großes Neues schreiben? Mein Gott, wenn da nun Rechtschreibfehler drin sind? Was ist, wenn ich damit zeige, wie unwissend ich bin? Mache ich mich damit nicht angreifbar? Wer genau liest das bloß und bildet sich nur deswegen eine Meinung über mich? Nachdem ich mir das alles überlegt habe und mir vorgenommen habe, diese Fragen auf später zu verschieben konnte es also endlich losgehen.

Aber eine Sache wollte einfach nicht gelingen. Meinen Lernerfolg zu reflektieren und niederzuschreiben fiel mir weiterhin noch schwer. Und ich denke, dass dies ein generelles Problem ist. Es hat nichts damit zu tun, dass wir das Ganze in einem Blog schreiben, auch wenn ich das auf Papier schreiben sollte, wüsste ich nicht, wie man das macht.

Eigentlich waren uns die Inhalte frei gestellt, aber nachdem durch diese offene Form immer mehr Kommilitonen absprangen, wurden Hausaufgaben verteilt. Diese sollten also im Blog ausgearbeitet werden. Für mich persönlich war dies super. Da ich mir keine Gedanken mehr über den Inhalt machen musste, ich hatte eine Aufgabe und habe diese einfach schriftlich gelöst, konnte ich mich mit den anderen Problemen beschäftigen.

Zum Einen musste ich immer noch mit der Technik kämpfen. Nach der ersten Zeit merkte ich nun, was ich gerne anders hätte sowohl an Funktionen als auch am Layout. Zum Anderen konnte ich nun üben, diese Form der Arbeit in meinen Lebensalltag und Ablauf zu packen. Wenn ich sonst Texte für ein Seminar lesen musste, dann konnte ich das überall tun. Ich hatte meine Zettel immer mit dabei und den Marker in der Hand. Nun musste ich mich aber an den PC setzen, mir die Ruhe lassen dies zu schreiben und dann auch noch auf Layout, Absätze etc. achten. Dafür ist aber zum Einen Grundvoraussetzung, einen funktionierenden PC zu haben, einen Internetzugang, der kontinuierlich stabil ist und ganz besonders braucht man Zeit.

Häufig habe ich gehört, dass gerade die Kommentarfunktion bei den Blogs ein großes Plus für diese Art des Schreibens ist. Man kann andere kommentieren und man bekommt selber Kommentare. Allerdings bin ich der Meinung, dass sich diese Kultur leider noch nicht durchgesetzt hat. Zwar habe ich mir die Zeit genommen, immer mal wieder in die Blogs und Artikel meiner Kommilitonen zu schauen, aber was für einen Kommentar könnte ich da abgeben? Wir haben uns meistens mit denselben Themen beschäftigt, war ja auch Aufgabe. Am liebsten wäre es mir gewesen, dass meine Dozenten meine Texte lesen würden und diese kommentieren. Allerdings ist mir völlig klar, dass dies utopisch ist. Zum Einen kann ich nicht erwarten, dass diese sich die Zeit nehmen und sich von jedem Studierenden in jedem Kurs jede Woche die Blogeinträge durchlesen und kommentieren und zum Anderen ist es sicher auch nicht sehr erquicklich, ständig das Gleiche nur in anderen Worten zu lesen. Dabei kommen wir dann zu dem Punkt: Für wen schreibe ich diesen Blog? Schreibe ich ihn nur für meinen Dozenten, für meine Kommilitonen oder nur für mich? Wenn ich es aber nur für mich schreibe, warum sollte ich dies dann öffentlich im Internet tun? Kann ich das Ganze einfach nun reduzieren und sagen, dass ich es nur für mich schreibe um meine Gedanken und Ergebnisse in schriftlicher Form einfach im Internet zu konservieren? Würde es dann nicht auch reichen, wenn ich das auf Papier schreibe und in einem Ordner ablege? Und auch hierbei komme ich wieder auf die Frage, wie genau reflektiere ich denn nun meinen Lernerfolg? Da ich persönlich froh bin, meine Seminaranforderungen zu bewältigen, fällt es mir wirklich schwer in meinen Alltag von Uni und Arbeit noch weitere „freiwillige“ Texte zu schreiben.

Je länger ich mich mit diesem Thema beschäftige, desto mehr Fragen tauchen auf.

Gleichzeitig fällt mir auf, dass ich mittlerweile unheimlich gerne Blogs anderer lese. Durch die Möglichkeit der Verlinkung von Artikeln, Fotos etc. komme ich hierbei immer wieder von einem interessanten Thema zum nächsten. Ich könnte mich manchmal fast darin verlieren und finde es spannend, wie viele Menschen zu einem für mich relevanten Thema Einträge veröffentlichen. Demnach ist das Netz mit seinen Möglichkeiten darauf angewiesen, dass hier ein „Geben und Nehmen“ herrscht. Vielleicht bin ich hierbei noch zu sehr von hierarchischen Gedankenmustern beeinflusst. Warum sollte einen Prof., der sich seit Jahren mit diesem Thema beschäftigt, die Meinung einer Studentin interessieren? Auch möchte ich nicht das Gefühl vermitteln, dass ich mich anbiedern möchte. Aber hat nicht jeder klein angefangen? War nicht Jeder noch auf der Suche nach seinem Thema und musste sich orientieren?

Wenn jetzt aber das Führen eines ePortfolios obligatorisch ist und vielleicht sogar das Schreiben einer Seminararbeit, Hausarbeit oder Klausur ablösen soll kommen wir wieder zum Thema Noten. Wie soll denn die Benotung erfolgen? Wenn ich keine abzuarbeitenden Hausaufgaben in meinen Blog schreiben soll, sondern wirklich meinen Lernprozess dokumentiere, dann kann doch kein Dozent der Welt dafür eine Note verteilen. Es gibt immer Seminare, in denen ich mal mehr oder auch mal weniger lerne, die mich weiterbringen oder auch nicht, in denen ich lerne oder auch nur schon Bekanntes wiederhole. Das darf doch niemand mit einer Note bewerten. Ebenfalls muss man so viele Variable einbeziehen. Eigentlich kann man ein ePortfolio nur als Ergänzung einführen und den Studierenden bei dem Kompetenzerwerb der Reflexion helfen. Aber die Reflexion selber darf man nicht beurteilen.

Der Artikel ist wie oben schon geschrieben recht alt. Aber vielleicht kann ich ja bald einen weiteren Erfahrungsbericht schreiben.

Hörbuch

Posted: 17/01/2010 in Schriftsteller und Medien
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In diesem Artikel möchte ich mich etwas näher mit dem Phänomen des Hörbuchs beschäftigen. Hierbei lasse ich die Geschichte und Entwicklung aussen vor und möchte mich mit Verkaufsstrategien und der Rolle von Sprechern beschäftigen. Aber besonders ist mir Ihre Meinung wichtig. Am Ende möchte ich ein paar Fragen zur Diskusion stellen und würde mich über Kommentare von Ihnen sehr freuen.

Anfangen möchte ich mit dem Versuch einer Definition. Den Begriff Hörbuch kann man am besten über seine Wortbestandteile erklären. Als das „Hören“ und das „Buch“. Man kann also sagen, dass es ein Buch zum Hören darstellt, welches nicht in geschriebener, sonder in gesprochener Form vorliegt. Zumeist ist es auf ein Tonband (z. b. Kassette) oder einer CD eingespielt und lässt sich jederzeit und überall anhören, solange das nötige Abspielgerät vorhanden ist. Natrülich gibt es mittlerqweile auch die Möglichkeit von Downloads als MP3. Wirklich genau ist der Begriff allerdings noch nicht definiert. „Mit ihm werden Hörspiele, Features, Dokumentationen, Lesungen und weitere Literatur verbungen.“ (vgl. Eckhardt, 1999, S. 248) Da ich mich erst zu einem späteren Zeitpunkt näher mit der Geschichte beschäftigen möchte, werde ich diese und die Entwicklung des Hörbuches an dieser Stelle weglassen.

Im weiteren möchte ich mich näher mit der Vermarktung beschäftigen. Ein wichtiges Kriterium von Hörbüchern ist die Verbindung zum Buchhandel. Denn im großen und ganzen ist es ja ein Buch, wenn auch nicht mehr im geschriebenen Wort. Das besondere an Hörbüchern ist in der heutigen Zeit, dass diese fast so schnell zu erwerben sind wie das Buch, welches als Vorlage diente.  In einem Seminar von mir stellten zwei Kommilitoninen ein Beispiel vor. Es ging um die Neuerscheinung des Buches von Dan Brown „Das verlorene Symbol“. Das Besondere hierbei war die Veröffentlichung des Buches und zeitgleich des Hörbuches.

Ich habe mich etwas näher mit der Werbung für Hörbücher beschäftigt und festgestellt, dass es unterschiedliche Arten der Vermarktung gibt. Zum einen werden Bücher, die auf den Bestseller-Listen stehen schnell zu Hörbüchern gemacht. Es gibt aber auch die Rubrik, die ältere Werke zu Hörbüchern macht. Hierbei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Vermarktung. Zum Beispiel hat sich im besonderen Die Brigitte mit zwei Hörbuch Editionen stark in den Mittelpunkt gestellt. Sie wirbt und warb mit den Starke Frauen mit starken Stimmen und später auch mit Starke Stimmen. Die Männer. Diese Editionen wurden in der Tagespresse vorgestellt und jede zweite Woche gab es eine neue Ausgabe in der Brigitte.

Hierbei wird deutlich, wie wichtig die Stimmen sind. Oder war dies nur ein Trick von dem Verlag? Ich habe vor einiger Zeit schon mal bei Bekannten und Kommilitonen angefragt, wie wichtig ihnen die Stimmen bei einem Hörbuch sind. Hierbei gab es unterschiedliche Reaktionen. Die meisten sagten, dass die Stimme bei einem Hörbuch sehr entscheidend für den Kauf eines solchen ist. Wenn es eine bekannte Stimme ist, die man aus Funk- und/ oder Fernsehen kannte, hat es die meisten mehr angesprochen, als wenn es unbekannte Sprecher waren. Es gab aber auch hier ein paar andere Meinungen. Einige sagten, dass sie die Stimme einen Schauspielers zu sehr vom Text ablenken würde. Wenn Sie also ein Hörbuch hören mit der Synchronstimme von Michael Douglas ( im Deutschen gesprochen von Volker Brandt), dann haben sie hauptsächlich den Schauspieler vor Augen und können sich weniger auf den Text einlassen.  Oder aber die Stimme passt „irgendwie“ nicht zum Text oder der Stimmung des Buches. Da ich aber denke, dass dies eine subjektive Meinung ist, würde mich sehr interessieren, wie das bei Ihnen ist.

  • Wie wichtig ist Ihnen die Stimme bei einem Hörbuch?
  • Aus welchem Grund kaufen und hören Sie Hörbücher?
  • Was macht für Sie ein „gutes“ Hörbuch aus?

Über Kommentare zu diesen Fragen würde ich mich sehr freuen. Da ich meine Seminararbeit zu diesem Thema schreiben möchte, bin ich sehr interessiert an Ihrer Meinung. Vielen Dank.

Literatur: Eckhardt, Heidemarie (1999). In: Bohnsack, Petra/Foltin, Hans-Freidrich (Hrsg.): Lesekultur. Populäre Lesestoffe von Gutenberg bis zum Internet. Marburg: Marburger UB, S. 247-256. (Das Hörbuch. Mehr als Lektüreersatz)

In unserem PLE Seminar beschäftigen wir uns nach sehr viel praktischen Tipps nun mit ein paar Theorien. Nachdem wir versucht haben eine Definition von Informellen Lernen zu erarbeiten sind wir nun bei dem Begriff der Communities of Practice.  Es geht also um eine Gemeinschaft die sich mit einem Thema beschäftigen. Jeder bringt seine eigenen Ideen und Standpunkte ein und es wird sich darüber ausgetauscht. Durch die Kommunikation untereinander können neue Verknüpfungen und Möglichkeiten entstehen. Es ist also gegen das Prinzip „Viele Köche verderben den Brei“ sonder es geht darum durch die anderen mehr zu lernen und sich gegenseitig weiterzubringen.

Da jeder einen anderen Hintergrund oder andere Lebenserfahrungen mitbringt gibt es viele verschiedene Sichtweisen auf dieses eine Thema und man kann neues entdecken.  Ich stelle mir das ganze so vor das sich die Leute auf den unterschiedlichsten Wegen zusammenschließen. Ob es in einem Forum im Netzt, in der Wissenschaft oder bei der Arbeit ist. Das was sie alle umtreibt ist die Verbindung zu einem Thema bei dem vielleicht schon der Experte ist oder noch Laie.  Etienne Wenger sagt in ihrem Aufsatz „Communities of Practice Learning as a Social System“  das wir immer und überall in solchen Communities sind. Ob wir in der Uni, mit Freunden unterwegs oder im Familienkreis sind. Manchmal schließen wir uns ihnen an ohne es zu wissen oder aber auch in vollem Bewusstsein.

Um ehrlich zu sein war mir am Anfang der Aufgabe nicht wirklich klar worum es bei diesem Begriff eigentlich geht. Und meine erste Suche im Netz hat mich leider nicht wirklich weitergebracht. Die Wikipedia konnte mir diesmal leider nicht wirklich helfen. Zum Glück bin ich bei meinen weiteren Recherchen auf den Methodenpool der Uni Köln gestoßen die eine sehr beeindruckende Link-Sammlung zum Thema hatten. Ich bin sehr gespannt wie sich die Diskussion im Seminar entwickeln wird. Da diese Gruppen ja nicht nur in einem formellen sonder auch im informellen Rahmen sattfinden würde ich es sehr spannend finden unsere Thema der letzten Sitzung nochmal aufzugreifen und ihr weitere Verknüpfungen herzustellen. Wann genau spricht man von einer Communitie of Practice wenn man nur informell etwas lernt?

Im dritten und letzten Teil meiner Feldforschung möchte ich mich nochmals mit der Frage nach Bildungsprozessen bei Facebook beschäftigen. Gibt es dort überhaupt die Möglichkeit von Bildung? Und wenn man sich dort also bilden kann, in welcher Form bzw. was lernt man dort?                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Da es mir im letzten Abschnitt so schwer gefallen ist die vier Reflexionsdimensionen von Jörisson und Marotzki einzubeziehen versuche ich dies nun nochmal anders. Ich stelle mir die Frage was habe ich persönlich davon bei Facebook angemeldet zu sein und sehe ich einen Bezug zu Bildung?

Meine Anmeldung bei Facebook ist im Gegensatz zu vielen Bekannten von mir recht spät erfolgt. Da ich bis dahin schon bei StudiVZ und SchülerVZ angemeldet war habe ich lange Zeit keinen Sinn darin gesehen mich nun auch noch bei Facebook zu registrieren. Nachdem ich mich also lange Zeit noch gesträubt habe merke ich immer mehr wie ich bei einigen Gesprächen nicht mehr mitreden konnte. Meine Bekannten und Freunde unterhielten sich über Spiele die sie dort spielen und wie sie dort miteinander interagieren. Ich stellte fest das mir Informationen fehlten und ich häufig vor der Frage stand warum der eine schon über ein bestimmtes Ereignis Bescheid wusste obwohl sich die beiden gar nicht gesehen hatten. Als mir das alles zu blöde wurde habe ich mich also entschlossen nun auch noch bei Facebook einen Account zu haben. Die Anmeldeprozedur habe ich ja im ersten Teil schon genau beschreiben. Und nun? Was genau habe ich nun davon dort angemeldet zu sein und eine weitere Website zu haben die ich regelmäßig besuchen muss? Zum einen bin ich in Kontakt mit anderen Menschen. Ich habe meine Freunde dort gefunden, kann mit ihnen kommunizieren (ob per Chat oder in persönlichen Nachrichten) und sehe was diese machen, schreiben, hochladen oder mitteilen möchten. Hat das etwas mit Bildung zu tun? Eigentlich ist dies ein Bereich der zwar im Hohen Maße etwas mit Kommunikation und dem miteinander zu tun hat und man bekommt Informationen,  aber bilde ich mich wenn ich auf den Profilen von Freunden surfe und deren Einträge kommentiere? Wenn ich es versuche das ganze runter zu brechen und sage das es schon etwas mit Bildung zu tun hat sich mit den verschiedenen Funktionen und Möglichkeiten zu beschäftigen bewege ich mich meiner Meinung nach auf dünnem Eis. Es hat keinen Bildungseffekt da man sich auf einer anderen Seite wiederum neu orientieren muss, den jede dieser Seiten hat ihre eigene Systematik. Um mich noch mit einem anderen Bereich zu beschäftigen könnte ich nochmal die Kommunikation mit anderen näher beleuchten. Da es auch in diesem Raum (einem ungeschützten öffentlichen Netz) „ungeschrieben“ Gesetzte gibt könnte man hier vielleicht auf die Spur von Bildung kommen. Wie gehe ich mit anderen um? Was kann ich öffentlich machen und was sollte sich lieber im privaten abspielen? Man muss hierbei lernen dass man viel Macht hat. Durch das Einstellen von Fotos oder Kommentaren kann man die anderen zum Teil erheblich verletzten oder diskriminieren. Auch kann es zu großen Missverständnissen führen da man keine Mimik und Gestik zur Verfügung hat. Es ist also schwerer Ironie oder Spaß zu verstehen und muss viel in das geschriebene Wort hinein interpretieren.  Man behilft sich zwar mit Smilies oder anderen Piktogrammen um klar zu machen ob man etwas ernst oder lustig meint aber dies ist nicht immer hilfreich. Also könnte man hier von Bildung und Lernen sprechen wenn es um die Fähigkeit der Kommunikation ohne Sprechen geht. Da sich bei Facebook hauptsächlich im SMS-Stil unterhalten wird muss man die Kompetenz entwickeln diesen zu verstehen.

Kann man sich also bei Facebook bilden? Da es eine Freizeitbeschäftigung ist und wenig mit dem Beruf oder der Arbeit zu tun hat geht es hier im Großen und Ganzen um eine Form des Informellen Lernens.  

So wirklich habe ich die uns gestellte Aufgabe wohl nicht lösen können. Allerdings habe ich es spannend gefunden mich näher mit dem Phänomen Facebook zu beschäftigen und nutze diese Plattform weiterhin gerne. Auch wenn mir bewusst ist das dies eigentlich nichts mit Bildung zu tun hat und ein einfach netter Zeitvertrieb ist. Auch habe ich festgestellt dass die Funktionen und Vernetzungen viel mehr in die Tiefe gehen als ich zunächst gedacht habe.

In diesem Abschnitt möchte ich versuchen Facebook mit Hilfe der vier Reflexionsdimensionen zu untersuchen. Nachdem wir in der letzten Sitzung im Seminar via Skyp mit Herrn Jörisson gesprochen haben werde ich nun untersuchen welche der Dimensionen passt.

Zunächst geht es um den Wissensbezug. Facebook hält zwar viele Informationen bereit die man mit viel Wohlwollen als Wissen betiteln kann allerdings sind dies hauptsächlich Informationen zu den anderen Nutzern. Damit meine ich dass man eigentlich kein Wissen dazugewinnt wenn man hierbei von Faktenwissen ausgeht. Es ist vielmehr so dass man sich über die anderen Nutzer bzw. seine Freunde informiert. Natürlich muss man auch hier genügend reflektieren ob das was diese einstellen der Wahrheit entspricht. Einen Wissensbezug kann ich bei Fachebook definitiv nicht erkennen den man würde dieses Portal niemals nutzen um sich Wissen anzueignen oder zu erweitern.  Vielleicht kann man hier von Informellen Lernen sprechen aber auch das erscheint mir recht fragwürdig.

Der Handlungsbezug ist mein nächster Pfeiler an dem ich schauen will wiedeweit dieser bei Facebook besteht. Diese zweite Dimension von Medienbildung zielt also auf die Reflexion von Handlungsoptionen im Kontext gemeinschaftlicher und gesellschaftlicher Kontexte. (Marotzki, Jörissen, 2008, S. 34) Wir haben in Facebook einen klaren gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmen. Wir müssen genau überlegen was wir einstellen, in welchem Maße wir Informationen preis geben und wie wir nicht nur uns selber schützen sonder auch die Menschen in unserem Bekanntenkreis. Zwar könnte ich Bilder von Freunden einstellen die in einem völlig anderen Kontext entstanden sind und sie mit Bildunterschriften oder Kommentaren sosehr verfälschen das derjenige Schaden davon trägt. Da man die Möglichkeit hat Freunde auf Fotos zu verlinken hat meine eine gewisse Art von Macht. Zwar kann man selber seine Verlinkungen wieder entfernen und löschen aber das Foto selber bleibt im Portal erhalten.

Die dritte Dimension bezieht sich auf den Grenzbezug. Wo sind meine persönlichen Grenzen und wie erkenne und/ oder nutze ich diese. Verhelfen mir diese zu einem Schritt in eine neue Richtung oder hemmen sie mich? In Facebook muss ich genau überlegen welche Grenzen ich überschreiten will und welche nicht. Die letzte Dimension ist der Biographiebezug. Diesen finden wir bei Facebook überall. Es geht eigentlich um nichts anderes als die Möglichkeit durch seine Biographie und die Angaben über diese. Durch das Angeben seines Alters, seines Wohnortes oder seiner Hobbys identifiziert man sich direkt mit anderen. Leider fällt es mir sehr schwer die vier Dimensionen wirklich anwenden zu können. In einem weiteren Teil werde ich versuchen Facebook unter anderen Aspekten nochmals zu untersuchen. Vielleicht kann ich dann im Nachhinein noch die Verknüpfung zur Strukturalen Medienbildung finden.

Unsere Aufgabe war es sich mit dem Begriff des Informellen Lernens zu beschäftigen. Im Zusammenhang mit dem Begriff „Lebenslanges Lernen“  habe ich schon davon gehört dass man Formelles und Informelles Lernen unterscheiden kann und soll. Zunächst werde ich also versuchen eine Definition zu erhalten. Alle Texte die ich allerdings zu diesem Thema gelesen habe sprechen von keinen klaren Grenzen.  Es fällt schwer eine allgemeingültige Definition zu finden da die Grenzen zwischen den beiden Formen des Lernens zu sehr verschwimmen. Zwar kann man recht schnell erklären was formelles Lernen ist bzw. an welchen Orten dies stattfindet. Dafür sind ja im größten Teil die Intuitionen wie Schule, Uni, Arbeitsplatz, VHS und andere Weiterbildungseinrichtungen zuständig. Die Europäische Union stellt folgende  Richtlinien die eine Abgrenzung vom formellen zu informellen Lernen darstellen soll auf.

Hierbei fällt auf das es sich hauptsächlich an den Ort orientiert wo man lernt. Hierbei stellt sich mir dann aber die Frage was den Lernen überhaupt ist. Was genau versteht man unter Lernen? Da ich aber denke dass dies hier zu weit führt versuche ich mich auf das Informelle Lernen zu konzentrieren. Das größte Problem in unserer Gesellschaft ist das wir alle auf dem Arbeitsmarkt bestehen müssen. Jeder muss und will der Beste sein und seine/ ihre Leistungen sind das ausschlaggebende.  Wie aber kann man Informelles Lernen messen? Wenn ich einen Kurs zum Thema SPSS gemacht habe bekomme ich danach ein Zertifikat und kann dieses meinem Arbeitgeber vorweisen. Wenn sich aber jemand aus anderen Gründen schon damit auseinandergesetzt hat und keinen Kurs mehr braucht kann er dies nur schwer nachweisen. Vielleicht hinkt mein Beispiel ein wenig aber vielleicht fällt mir später noch ein besseres ein.

Um ein anderes Beispiel zu finden wie ich mein eigenes Informelles und Formelles Lernen angewendet habe fällt mir PowerPoint ein. Ich habe in der Universität in einem Seminar die Grundlagen beigebracht bekommen. Wir haben alle gemeinsam das Programm kennengelernt, welche Funktionen wo zu finden sind, was die wichtigsten Regeln sind und welche Möglichkeiten man damit gegenüber anderen Präsentationstechniken habe. Da war ein ganz formelles Lernen in der Uni. Nun soll ich aber selber eine Präsentation erstellen und sitze allein zu Hause vor dem Rechner. Zwar kenne ich die Anwendungen aber um das ganze so zu gestalten wie ich es selber  möchte muss ich mich neu mit diesem Programm beschäftigen. Ich habe keine Hilfe mehr und bin auf mich selber angewiesen. Ist dies eine Form des Informellen Lernens?

Ist nicht alles was ich selber herausbekomme, durch Ausprobieren und Erfahrungen machen, nicht Informelles Lernen? Wenn ich meiner Mitbewohnerin zuschaue wie sie einen Braten macht und ich es mir merke und dann ein paar Wochen später selber ausprobiere ist das dann auch Informelles Lernen? Ist ein Satz den ich irgendwo auf der Straße aufschnappe und ihn in einem anderen Moment selbst benutze auch ein Informell gelernter Satz?Je länger ich mich damit beschäftige desto schwerer fällt mir eine Abgrenzung. Ist die Definition so einfach? Informelles Lernen ist Lernen, das außerhalb des formalen Bildungswesens stattfindet Beispiele: im Rahmen von beruflichen Aufgaben, Hobby/Interessen, Ehrenamt, Alltag, Familie, usw. Wenn dem so ist dann habe ich das meiste was mich ausmacht auf informellem Wege gelernt.

In unserm Seminar sind wir an dem Punkt angekommen an dem es nach einem theoretischen Teil nun zu einem praktischen übergeht. Wir haben in dem Buch Medienbildung- Eine Einführung uns eingehend mit dem Modell der Strukturalen Medienbildung beschäftigt. Hierbei handelt sich um einen Ansatz der die Bildungstheorie von Humboldt aufgreift und mit einem modernen Verständnis von Medienbildung verknüpft. Zunächst muss man sich über die Struktur eines Mediums klar sein um zu erkennen welche Bildungspotenziale in ihm stecken. Dies versuchen die Autoren mithilfe von vier Dimensionen welche Sie als die grundlegenden Reflexionsfelder bezeichnen.
In unserer Feldforschung geht es nun darum dieses Modell an einem Beispiel anzuwenden. Wir nehmen dafür die vier Dimensionen zur Hilfe und versuchen die Strukturen und die möglichen Bildungspotenziale zu erfassen. Hierbei kann es vorkommen das verschiedene Phänomene nicht nur in einer Orientierungsdimension vorkommen sonder- je nach Verwendung- auch in mehreren oder allen. Aus diesem Grund versuche ich alle Dimensionen aufzugreifen und zu schauen wo es passt.  Ich habe mich für das Phänomen der Gemeinschaftsprotale oder Sozialen Software entschieden und möchte nun am Beispiel von Facebook das Modell nutzen. Ich werde versuchen die Struktur von Facebook zu untersuchen und zu schauen welche der vier Orientierungsdimensionen hierbei zu finden sind.
Zunächst schaue ich mir Zahlen, Daten und Fakten an um mich mit der Geschichte dieses Phänomens vertraut zu machen. Danach möchte ich die gesamte Anmeldeprozedur und den Aufbau einer Profil-Seite bei Facebook skizzieren und beschreiben. Später werde ich versuchen die vier Bildungsdimensionen (Wissens-, Handlungs-, Grenz- und Biographiebezug) durchzugehen und Beispiele zu finden die diese Dimensionen bei Facebook zeigen. In einem weiteren Schritt geht es dann um die Verwendung der Software und welche positiven und welche negativen Aspekte einem (Viel-) Nutzer auffallen. Vielleicht klären sich dies Punkte ja auch schon bei der vorigen Analyse. Zum Schluss, wenn ich noch Zeit habe, möchte ich noch einen Schwenker zu weiteren Gemeinschaftsportalen wie SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ machen und mich mit den Gefahren und Probleme für Kinder und Jugendliche beschäftigen.

1 . Zahlen, Daten, Fakten und Geschichte
Facebook gibt es seit dem Jahre 2004. Damals war es ein Projekt für Studierende der Harvard University welches aber nach kurzer Zeit auf alle Studis in den USA ausgedehnt wurde um später auch für die High School und Firmenmitarbeiter geöffnet zu werden. Nach zwei Jahren konnten sich auch Studierende an ausländischen Hochschulen anmelden und seit Frühjahr 2008 wird es in andere Sprachen übersetzt (Deutsch, Spanisch, Französisch). Weitere europäische und asiatische Sprachen folgen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind es über 350 Millionen Nutzer weltweit. Diese und weitere Daten sind in der Wikipedia zu finden. http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook

2 . Anmeldung und Profil-Seite
2.1 Anmeldung: Die Bedienung ist sehr einfach und selbsterklärend. Der Erste Schritt ist wie bei allen Anbieter die Registrierung. Hierbei geht es um das einmalige Angeben von Daten. Man gibt seinen Namen und E-Mail Adresse an und bekommt einen Link zugeschickt den man nur bestätigen braucht. Dies ist für die Sicherheit dass man ein realer Mensch und keine Spam-Maschine ist. Und ab dann kann man munter bei Facebook schalten und walten. Zunächst wird das eigene Profil angelegt. Wie dies aussieht werde ich weiter unten skizzieren. Das Programm hilft einem von Schritt zu Schritt und sagt einem was man als nächsten tun sollte. Es wird einem sogar ein Balken mit dem eigenen Fortschritt angezeigt. Nach der Erstellung des eigenen Profils geht es um die Suche nach Freunden. Man tritt selten einem Gemeinschaftsportal bei wenn man sich nicht mit anderen Menschen vernetzten will. Über die Funktion Suche kann man durch verschiedene Möglichkeiten an Freunde kommen. Zum einen kann man einfach nach Namen suchen. Hierfür ist es aber erforderlich das man weiß unter welchem Namen die eigenen Bekannten angemeldet sind. Dies ist der Grund warum einem immer geraten wird den realen Namen anzugeben, dies erleichtert die Suche und das Gefunden werden ungemein.  Es gibt aber auch die Möglichkeit das System einzubinden und über das eigene E-Mail Konto nach Freunden zu suchen. Das bedeutet das alle Kontakte im eigenen Konto durchlaufen werden und alle angezeigt werden die schon bei Facebook angemeldet sind. Im nächsten Schritt sendet man dann den einzelnen Personen eine Freundschaftseinladung. Das heißt sie bekommen eine Nachricht dass man sich mit ihnen befreunden möchte und sie können dies dann entweder bestätigen oder ablehnen. Wenn man die ersten bestätigten Freundschaften geknüpft hat macht das System Vorschläge. Diese beruht auf dem Prinzip Freund und Freundes-Freunde. Ebenfalls bekommen andere die Information dass man selbst nun auch angemeldet ist und können einem ebenfalls Vorschläge machen. So erweitert sich die Community immer weiter. Es gibt aber noch eine weitere Funktion. Wenn man in seinem Profil zum Beispiel angegeben hat welche Schule man besucht hat oder auf welche Universität man geht dann kann man mit Hilfe der Klassenkameraden-Suche ebenfalls nach Freunden suchen. Dort werden einem dann alle Personen angeboten die diese Information ebenfalls angegeben haben.

2. 2 Profil-Seite

Dies ist die Abbildung meiner Profilseite bei Facebook. Im Oberen Bereich sieht man drei Reiter. Diese drei sind Standard und wurden so vom System vorgegeben. Beim Pluszeichen kann man noch weitere Rubriken einfügen wie zum Beispiel Veranstaltungen. Unter der Rubrik Pinnwand sieht man die Standardansicht. Hier gibt es den Block mit der Überschrift „Was machst du gerade?“ in welchen man seinen eigenen Text schreiben kann und diesen dann postet oder, wie es in der deutschen Version heißt, teilen. Dabei gibt es auch die Möglichkeit Dateien, Fotos oder Videos anzuhängen. Das was man hier einträgt erscheint auch auf der Pinnwand der eigenen Freunde.

Ebenfalls wird auf der Pinnwand angezeigt was meine neuesten Aktivitäten sind. Ob ich neue Freunde habe, welchen Punktestand ich bei welchem Spiel habe, wenn ich jemanden oder ein Foto kommentiert habe, ob ich auf jemandem auf die Pinnwand geschrieben habe oder ob mir ein Statement eines Freundes gefällt. Eben alles was ich gerade getan habe. Dies ist also sowas wie ein Protokoll meiner Aktivitäten. Das System erzeugt diese Liste zum Teil automatisch zum Teil kann ich mich aber auch entscheiden ob es zu sehen ist oder nicht. Wie oben schon erwähnt kann aber nicht nur ich auf die Pinnwand von anderen schreiben sonder auch meine Freunde können dies bei mir tun. Ich habe darauf keinen Einfluss und kann dies nur dann löschen wenn ich mal wieder auf meiner Seite bin. In der Zwischenzeit kann also jeder meiner Freunde den Eintrag von den anderen bei mir lesen. Unter der Ebene Info verbergen sich konkrete Informationen über mich. Diese habe ich selber ins System ein gepflegt und es liegt bei mir welche Dinge ich preis gebe. Es gibt dabei die Rubriken Allgemein, Kontakt, Ausbildung und Beruf, Seiten und Gruppen.

Bei dem Reiter Foto werden alle Fotos angezeigt auf welchen ich verlinkt wurde oder mich selber verlinkt habe sowie meine eigenen eingestellten Fotoalben. Egal auf welchen Reiter ich drücke die linke Spalte bleibt immer erhalten. In dieser ist mein eigenes Profilfoto zu sehen, wie viele Freunde ich habe und Fotos und Links die ich selber eingestellt habe. Bei allen Angaben habe ich immer die Möglichkeit die Einträge zu ändern oder zu löschen, Personen oder einzelne Anwendungen zu verbergen oder Einstellungen vorzunehmen. Unter der Funktion Einstellungen kann ich meine privaten Daten schützen und so verhindern das jeder alles sehen kann. Man kann zum Beispiel angeben das nur Freunde, also Personen die man ausdrücklich als Freund bestätigt hat, bestimmte Bereiche sehen und andere Menschen, die einfach durch Zufall auf mein Profil gestoßen sind, nicht. Ganz aktuell wird diese Meldung angezeigt. (Stand 10.12.09)

In diesem Bereich wird also noch ordentlich nachgebessert. Ich werde mir die weitere Entwicklung anschauen und sie vieleicht noch in diese kleine Feldforschungsprojekt mit einbinden können. In meinem nächtsen Beitrag wird es um die vier Diemensionen gehen und wie ich diese bei Facebook anwenden kann.

Nach meinem ersten Blogeintrag zu meiner Projektarbeit habe ich zwei Kommentare bekommen die ich hiermit kommentieren möchte. Zum einen haben die beiden ja eigentlich Recht. Wenn ich mich schon mit Grenzen beschäftige dann wäre dies ja der beste Zeitpunkt mich ihnen nicht nur theoretisch sonder auch praktisch zu stellen.

Zum anderen bin ich ein Kind des Fernsehens und der Werbung. Und, ja, Werbung wirkt!!! Nicht nur das ich mich direkt angemeldet habe zumindest am EduCamp teilzunehmen sondern ich habe sogar angefangen mich mit der Idee anzufreunden eine Session vorzubereiten. Und schon wieder drehe ich mich im Kreis. Plötzlich fallen mir sehr viele Themen ein die man machen könnte. Aber bei keinem denke ich: „Wow, das ist es“. Da ich aber im Grunde eigentlich eher der Typ für das im Hintergrund organisieren bin würde mich so eine Rolle viel mehr interessieren. Solch ein Camp ist für mich eine völlig neue Welt bzw. Erfahrung. Was für Menschen gehen dort hin, wie soll das funktionieren, und was genau ist das eigentlich überhaupt? Zum Glück gibt es diese tolle Seite in die ich mich zunächst eingelesen habe. http://educamp.mixxt.de/ Auch ich kann Werbung machen! Nun finde ich das ganze noch interessanter und würde mich gerne dabei einbringen. Und nun habe ich die Möglichkeit bekommen. Ich bin angesprochen worden im Vorfeld schon mal eine kleine Aufgabe zu übernehme. Das hört sich auf jeden Fall gut an und ich werde mich dieser Aufgabe widmen. Alles Weitere wird sich sicher irgendwie ergeben und ich bin gespannt wie ich mich vielleicht noch weiter einbringen kann. Die Gedanken über eine Session werden allerdings sicher nicht ganz verschwinden und ich bewege diese einfach noch ein paar Wochen in meinem Kopf. Da ich am liebsten etwas über oder mit den Themen aus meinem/meinen Seminar(-en) machen würde denke ich das ich in ein paar Wochen vielleicht die „zündende“ Idee bekomme was mich am meisten interessiert (hat). Einige Ideen sind ja schon da und ich würde diese hier einfach schon mal vorstellen. Vielleicht hat ja der ein oder die andere Lust diese zu kommentieren!?! Zum einen könnte ich mir eine Diskussion über Begriffe vorstellen. Was verstehen wir eigentlich unter Lernen und Bildung und was sagt die Wissenschaft dazu? Kann man sowas überhaupt allgemein sagen oder ist das eine persönliche Sache? Ein anders Beispiel wäre eine Session über den Einsatz von Blogs in Seminaren. Wie sieht es aus der Sicht eines Studierenden aus? Was macht das für das persönliche Lernen aus? Gibt es einen Unterschied zu herkömmlichen Seminaren? Welche Anforderungen sind daran geknüpft und welche Grenzen muss man zunächst überwinden?
In meinem Seminar zum Thema PLE ist die Frage ausgeworfen worden ob man Tools nur wegen der Tools nutzt oder braucht man diese wirklich? Muss man alles anders machen nur weil es eben da ist und man es nutzen könnte? Oder ist die „alte“ Art und Weise nicht doch die bessere? Wie lerne ich es dabei zu unterscheiden und wie merke ich überhaupt wie ich am besten lerne? Wie man merkt würde ich, wenn ich eine Session mache, hauptsächlich Fragen aufwerfen die mich persönlich interessieren und über die ich gerne mit andern Menschen diskutieren würde. Es geht mir also dabei weniger darum jemanden etwas beizubringen oder zu „belehren“ sondern eher darum mit anderen darüber zu kommunizieren. Ich werde also noch ein wenig weiter darüber nachdenken und mich zu einem späteren Zeitpunkt (hoffentlich) entscheiden.